Samstag, 16. Januar 2010

Suppenwirtschaft

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Grosz-Groß-Stadtbild

nach einer Skizze von George Grosz: Land unter

Die Bäume bricht der Wind, die Berge fressen Licht. Tanzschritte kippen tickend um, schwitzende Leiber schiebend durch die Hitze. Schläge treffen Schädel, Glieder krachen, Köpfe prallen auf. Es ist die Luft, die gesättigt ist, gesättigt von dem Öl an Klang und Haut und Staub. Haare peitschen, Zähne brechen, Bärte kratzen Kniekehlen wund. Rauch aus Poren kleiner Männer, das Salz aus ihren Mündern. Boote stehen Kopf, Land unter, das Meer würgt und spuckt. Falten liegen tief und grau, Asphalt wird aufgekratzt, mit Nägeln gebrochen. Die Axt ist rostig matt. Beine reißen auf, die Bäuche schlaff, heiße Tropfen im Atem blanker Geschlechter. Scheiben brechen aus spitzen Brüsten. Das Glas bebt. Schuppen fallen.

Der Tod biegt die Laternen, Kreuz unter keilen noch die Leichen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Adventkalender

 In der Linie U4 eine Durchsage des Schaffners: An alle die, die er jeden Tag die Treppen hinauflaufen sieht und ihre enttäuschten Gesichter, wenn der Zug los fährt; keine Sorge, das ist nicht der letzte Zug. Der letzte Zug geht wie jeden Tag am Schwedenplatz um 00:38. Bis dahin, sollen sie sich Zeit lassen! Der Junge mit der roten Mütze gegenüber von mir lächelt.
 Ich sehe ihn heute das erste Mal, den Gitarristen bei meiner U-Bahnstation. Er spielt Cat Stevens. Die beiden Jogger, die am Zebrastreifen warten. Den Blick starr auf die Ampel gerichtet, laufen sie im Stehen. Die Ampel wird grün, sie laufen los, über die Straße, ihre engen Hosen glänzen im Licht der wartenden Autos. Das alte Pärchen, das über den Servitenplatz geht. Ihre Hand liegt auf der seinen. Bei jedem Schritt, das Klopfen ihres Gehstocks auf den Pflastersteinen. Sie bleiben stehen, er dreht sich zu ihr und zieht den Reißverschluss ihrer Jacke weiter zu. Das Auto, auf dessen Beifahrersitz ein Nikolauskostüm liegt. Im Kofferraum der goldene Nikolostab. Ein Hund bellt. Im Fenster gegenüber hängt eine Mutter mit ihrem Sohn Schneeflocken aus weißem Papier ans Glas. Ein Blick in den Himmel. Keine Spur von Schnee. Die zerrissenen Handschuhe des Maroniverkäufers und sein Lächeln. Der Geruch von Kaffee und Brot im Hausgang. Hinter Tür 10 hört man jemanden streiten. 

Montag, 30. November 2009

Mittwoch, 25. November 2009

umwerbende Kunst


Werbung um und über und unter und neben und auf und in mir!
Meine Präsentation für mein freies Wahlfach: Werbepsychologie endlich fertiggestellt, mich durch die Werbewelt und das menschliche Hirn gewühlt und am Freitag geht es weiter mit der Transmedialen Klasse - meinem Lieblingsfreitag- neben vielem anderen (Besuch bei Ö1 zB) auch eine Werbung Vorlesung.
Man sollte den Feind eben gut kennen.
Werbekunstimpressionen:   http://ninaluciagross.soup.io/